In letzter Zeit, habe ich mir ein wenig Gedanken um diesen Spruch “Der Klügere gibt nach” gemacht. Mache ich das? Mache ich es bewusst oder vielleicht schon automatisch? Mir sind einige private Beispiele in den Sinn gekommen und man konnte sehen wohin es führt…
Stell dir vor du hast einen Streit mit einem Menschen der dir wichtig ist. Er gibt dir an allem die Schuld und du weist Selbige ab. Streit-Ende? Nicht in Sicht. In diesem Fall ist es wohl manchmal besser einfach nachzugeben. Sich einfach die Schuld geben zu lassen, auch wenn man selbst anderer Meinung ist. Einfach damit die Frage der Schuldzuweisung geklärt ist und die Problemlösung angegangen werden kann. In letzter Zeit hatte ich ein paar Situationen in denen ich nachgegeben habe. Erst im Nachhinein ist mir das klar geworden. Es war mehr oder weniger automatisch.
Doch es gibt auch Situationen in denen man die Schuld auf jeden Fall abweisen sollte (insofern man unschuldig ist). Nämlich wenn die Schuld noch Konsequenzen nach sich zieht. Zum Beispiel wenn ein Lebenspartner dem anderen einen Seitensprung vorwirft, dieser jedoch nie stattfand. In diesem Fall hätte es schwere Folgen wenn der Beschuldigte trotz Unschuld nachgibt. Wenn es aber um die reine Schuldzuweisung bei “Kleinigkeiten” geht, dann ist es wohl öfter sinnvoll sich einfach die Schuld geben zu lassen. Manchmal kratzt es am Ego und man will sein Recht einfordern und klarstellen wie es ist. Es könnte aber mehr kaputt machen als die Klarstellung bringen würde.
Das Ego ist zwar sehr wichtig für jedes Individuum, aber vorallem bei Menschen die man nicht im Streit verlieren will, sollte man den Selbstvertrauensmanager ab und an mal unterdrücken.
