Miami Leude, Miami. Is nich ganz n Roadtrip geworden, dafür gabs Strand, Meer, und nen Sonnenbrand den ich net erwartet hab weil ich mich für ach so braun hielt. Jetzt bin ich Indianerrot.
Als ich in Miami – vollbepackt und “ready” für den Roadtrip nach NY – angekommen bin, hab ich gemerkt dass ich überhaupt nicht ready bin. Kleiner Tipp für alle Roadtripler – investiert mehr als 10 Minuten in die Planung, sorgt dafür dass eure Kreditkarten funktionieren, mietet euch n fucking Auto, besorgt euch den internationalen Führerschein und vergesst eure Zahnbürste nich.
Wir hättens ja alles regeln können, aber dann haben wir gemerkt dass Strand, Meer und Bikinis mit hohen Schuhen ne Kombi ist bei der man ruhig länger bleiben kann, also hieß es plötzlich “Fuck the Roadtrip, wir bleiben in Miami“.
Wenn du in Miami Beach durch die Straßen latschst, siehste zwei Dinge vor allen anderen:
1. Die Top Modelle aller nennenswerten Automarken am laufenden Band. Kein Scheiß Leute, während ich 10 Minuten auf den Bus warte sehe ich 3 Rolls Royce Cabrios, 4 Lamborghinis, 2 Panameras, nen Hummer, 15 Cameros, 7 Mustangs, 5 Bentleys, 3 Ferraris und natürlich die deutschen Bulliden aka Audi R8 und die Topmodelle von BMW, Mercedes und wie sie alle heißen. Jungs, Mädels… wer Autos mag ist hier richtig. Dazwischen tummeln sich paar US-Gammelkisten aber die blendet dein Auge nach 2 Stunden automatisch aus. Da kann ich mit meinem Bobbycar zuhause bleiben.
2. Mehr Silikon als in allen Badezimmerfugen in Deutschland zusammen. Jungs, Mädels… wer unechte Titten mag ist hier richtig. Die Mädels schleppen hier soviel Masse vor sich her dass ich mich gewundert hab wie die aufrecht laufen können so ohne Rucksack mit Ziegelsteinen als Gegengewicht. Wenn ich für jedes Silikonkissen n Cent hätte, könnt ich dir, deiner Mudder und deiner Omma auch n Pärchen spendieren. Aber nich nur die Mädels pimpen ihren Body auf Bentley-Perfektion. Die Typen hier sind Panzer. PANZER. Braun gebrannt, glatt rasiert, stahlhart und so reich dass man zum surfen mal kurz im Privatjet um die halbe Welt fliegt weil da anscheinend grad “awesome 9 feet waves” abgehn. Da kann de schwabblig behaarte Sumit mit Taschengeld fürn Bus net mithalten.
Der Bus war so ziemlich unser täglich Brot als wir unser Touri-Programm durchgezogen haben. Da unten gibts kein Subway oder Ähnliches. Bus oder Taxi – oder Privatyacht. Letzteres gibts da zu genüge denn auf den Inseln haben die Reichen und Schönen Ihre Villen direkt am Meer mit Yacht am Garten hinterm Haus und dem Bentley in der Einfahrt. Und wenn wir dann mitm Touri Boot übern Ocean cruisen und plötzlich die harte Discomukke hören kann das nur eins bedeuten. Neben uns – mitten im Meer – chillt ne Yacht mit paar Dudes und paar Ladies die Party aufm Deck machen. Name des Boots: “No Rules II“… gott war ich neidisch.
Um dort mit “wenig” Kohle auszukommen muss man schon etwas Zeit investieren und die Angebote und Special Parties raussuchen. Die Clubs haben normalerweise lächerlich hohe Eintrittspreise – im Schnitt mehr als in NYC. Das da dann aber nur Models drin rumlatschen KÖNNTE es aber wert sein. Wir haben paar Clubs ausprobiert und es dann gelassen, war nicht gut. Pool Parties waren cooler. Leider haben wir das Mega Techno Event ULTRA verpasst. Das fängt glaub ich heute an – Ticket: $600. Damn…
Tja, wenigstens war ich das erste Mal in meinem Leben im Meer, hab Delphine (original(!) Flipper) und Killerwale gesehen und hatte mal wieder das komplette Gegenteil zum hektischen Alltag in der Metropole NYC.
Und das Meer ist viel salziger als ich gedacht habe…

