5. April 2010

Japans “totaler Service” und der Mythos Zug-drücken

Als ich in Japan war hab ichs irgendwo mal angesprochen: In Japan gibts für JEDEN Scheiß nen Mitarbeiter und viele Dinge… naja man kann sie einfach nicht glauben. Auch als ich hier erzählte das es in Japan kaum Kleinkriminalität gibt, dass du Dinge vergessen kannst wo du willst, du  bekommst sie zurück usw. wurde mir ungläubiger Spott entgegnet. Doch bei den Jungs aus Tokyo hab ich genau das Zeug was ich erlebt habe nun wiedergefunden. Es geht nicht nur mir so. Japan ist halt so:

  • Der kleine Lebensmittelladen in der Nachbarschaft hat 24 Stunden offen, du kannst dort auch Einzahlungen und Postgeschäfte tätigen, Reisen buchen, deine Hemden abgeben, deinen Umzug organisieren.
  • Mit deiner U-Bahn-Karte kannst du in den meisten Geschäften und Restaurants in Bahnhofsnähe bezahlen.
  • Was immer du kaufst, es wird, auf Wunsch, für wenig Geld nach Hause geliefert.
  • Wenn du mal was liegen lässt, in einem Zug oder Taxi, kannst du absolut sicher sein, dass du es zurückbekommst.
  • Du brauchst nirgendwo Trinkgeld zu bezahlen.
  • Du brauchst dein Rückgeld nie zu zählen, es stimmt immer.
  • Noten werden stets mit dem Bild nach oben überreicht.
  • Alle Züge sind auf die Sekunde pünktlich. Wenn einmal nicht, dann bebt gerade die Erde oder es ist Krieg.
  • Du kannst an jedem Kiosk sämtliche Magazine quer lesen, ohne dass ein Verkäufer meckert.
  • In gewissen Läden werden deine Kinder für wenig Geld zwei Stunden lang betreut. Kann ja sein, dass du in der Gegend noch andere Besorgungen machen musst.
  • Toilettensitze sind immer geheizt, peinliche Geräusche können mit Musik überspielt werden.
  • Wenn es regnet, kannst du im nächsten Polizeirevier einen Schirm ausleihen.
  • Du kannst den Polizisten auch gleich nach dem Weg fragen.
  • Der Schalterbeamte holt dir im Laufschritt ein verlangtes Dokument, er weiss, dass deine Zeit kostbar ist.
  • Du darfst dich über die Blumentöpfe auf der Strasse freuen, die niemand zerstört oder stiehlt.
  • Dein Velo (= Fahrrad, Anmerkung von Mischa) kannst du überall unabgeschlossen stehen lassen.
  • Wenn du den Berg Fuji besteigen willst, aber keine Lust hast, dein Zelt auf den Gipfel hochzutragen, übernimmt das die Firma Yamato-Transport für dich. Yamato befördert günstig alles, wirklich alles überallhin.
  • Die Millionen von Getränkeautomaten im ganzen Land wechseln saisongerecht auf warme oder gekühlte Getränke, selbst auf dem Fuji.
  • Es gibt salzige Zahnpasta.
  • Und sogar blutgruppenspezifische Kaugummis.

Sorry war kurz in Erinnerungen. Aber THERE IS MORE! Ich habe es nur einmal gesehen und leider nie ein Foto oder Video gesehen: Wenn der Zug in Japan voll ist, werden die Leute von den Mitarbeitern reingedrückt bis die Türen zugehen. Man sehe und staune:

Crazy Japan!

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