13. Juli 2010

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16 Ideen wie man einen Frisbee aus dem Baum holt

Vergangenen Sonntag bin ich mit gutem Freund und Frisbee-Besitzer Heiner auf in den Park um etwas Sonne zu tanken und nen Frisbee zu werfen. War natürlich so n Profiding mit Loch inner mitte und aus Gummi und so ihr wisst schon. Fliegt verdammt weit das Ding (laut unbestätigten Gerüchten 400m(!)). Man sollte also anfangs vorsichtig sein bevor man versucht mit dem Ding 100m kontrolliert zu überbrücken. Hätte mir das mal einer vorher gesagt.

Nach grob geschätzt fünf Würfen standen Heiner und Ich schon ziemlich weit außeinander so dass man den hübschen Ring quasi schleudern musste um den Andren zu erreichen. Also Sumit was machste hä? Schleuderst das Teil bei dezent brausendem Wind so, dass er Auftrieb bekommt und im größten, nicht bekletterbaren Baum landet der im Stuttgarter Schlosspark rumsteht. Gesagt getan. Sumit, Heiner, denken!

Idee #1
Der Wind! Der regelt das. Warten wir mal der Wind wird ihn schon runterpusten. Pustekuchen! Nach 20 mins dann

Idee #2
Wasserflasche!” – “Wasserflasche“. Aufgesprungen und versucht mit 1,5L PET das Teil aus 10 bis 15m Höhe runterzuballern. Nach dem ersten Wurf platzte die Flasche beim Aufprall…

Idee #3
In Sichtweite lagen einige Rohre die da wohl irgendwo verlegt werden sollten. Sie waren auf einer zusammengeschusterten Holz”palette” gelagert. Lange Rohre… Also hin und die Holzbalken geholt. Nun haben wir mit diesen Balken versucht den Frisbee runterzuknallen. Die Dinger würden jemanden ziemlich weh tun und unter dem Baum lag ein Weißer mit zwei BlackChicks (ja, da hab ich etwas blöd geguggt) und wir wollten ja niemanden verletzen. Nachdem 4 von den Dingern im Baum hingen kam eine Frau und hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wenn die Teile da bleiben und in den nächsten Tagen jemand drunter liegt … Wind… ihr könnts euch denken. Also weg damit

Idee #4
Die Rohre waren wirklich lang… Also Heiner und Sumit so nen riesen blaues Rohr angeschleppt… Ab da ernteten wir bereits Spott aus der Parkumgebung wo uns so ziemlich alle Parkchiller gespannt beobachteten. Wir wollten das Rohr aufstellen um so den Frisbee einfach dran runterrutschen zu lassen. Fail! Das Rohr hätten wir nichtmal mit 10 Mann aufgestellt und selbst wenn, es wäre durchgebogen – im schlechtesten Falle geknickt. Weg damit

Idee #5, #6, #7, #8, #9, #10, #11, #12, #13
Ab da entschieden wir nicht heim zu gehen bevor der Frisbee unten ist. Scheiß aufs WM-Finale! Wir dachten an Klettern, Minihelikopter die das Teil runterholen, Kinder die wir hochschmeißen (die bleiben zumindest nicht hängen), dressierte Katzen, Brieftauben, Affen, große Leitern, Feuerwehreinsatz (“Ja Hallo kommen Sie schnell, mein Firsbee hängt im Baum”), Seilzug um uns hochzuziehen… es mangelte am Equipment, nicht am Willen!

Idee #14
McGyver Heiner ging bei seiner Nutzmittelsuche am Biergarten vorbei und brachte Absperrband mit. Ich wollte das Absperrband zuerst an die Füße einer Taube binden und sie Richtung Frisbee lenken… schonmal versucht ne Taube zu fangen? Aber Absperrband und FlipFlops ergeben zusammen ne ordentliche Schleuder die mir ne schöne Blase am Finger gebracht hat. Ich hab versucht den Firsbee “abzuschleudern”… Die Schuhe waren aber etwas zu leicht.

Idee #15
Wasserflasche Numero Zwo an das Band gebunden und jetzt hatten wir ne gute Schleuder. Es war knapp… sehr knapp… circa zwei Stunden waren wir bereits am kämpfen. Gut war, dass wir die Flasche bei nem Fehlversuch schnell wieder vom Baum bekamen  – bis sie hängen blieb und das Band riss. Allgemeines Lachen unserer Zuschauer schallte durch den Park.  Zusätzlich hatten wir den riesen Kastanienbaum auchnoch mit Absperrband geschmückt… fuck ey..

Auftritt Parkchiller
Eine Dame kam zu uns, lobte uns für die Idee mit dem Band/der Schleuder, versuchte eine Lösung mit uns zu finden und bot uns ihre Flasche für erneute Versuche an. Vier Franzosen kamen und versuchten mit ihrer eigenen Wasserflasche den Frisbee zu treffen. Bis die Falsche kaputt ging. Wärenddessen ging Heiner los um noch mehr Absperrband zu besorgen. Weitere Schaulustige und Superfrisbeevombaumholexperten gesellten sich zu uns.
Eine Polin hatte dann die entscheidende Idee…

Idee #16
Nicht versuchen den Frisbee zu treffen, sondern einfach drüber zu werfen sodass das Band auf dem Ast liegt. Dann kräftig Schütteln. Genial! Mittlerweile hatten wir nicht nur zig Parkchillbesucher sondern an die 20 Personen die um uns rumstanden, halfen, Tipps gaben und ebenfalls ihre Wurffähigkeiten testeten. 3 Stunden waren vergangen. Es waren öfter mal hohe Sprünge, Räuberleitern und Schulterhuckepack notwendig um die Flasche nach Fehlversuchen aus dem Baum zu befreien. Dann – endlich -der Franzose schaffte den entscheidenen Wurf mit dem ich den Frisbee ein Stockwerk tiefer Schütteln konnte und später dann ganz runter. Alle Zuschauer und die Parkchiller die uns fast vier Stunden beim verzweifeln und McGyvern beobachteten klatschten Beifall. Ich hätte mir gewünscht dass zumindest Rosen oder etwas Unterwäsche fliegt … So gings auch. Erfolg! Nächstes Mal verlangen wir Eintritt.

Aufräumen
Beim Versuch dann die oben gebliebene Wasserflasche und das hässliche Absperrband aus dem Baum zu entfernen haben wir noch mehr Absperrband in den Baum verfrachtet… leider. Tat uns sehr leid, aber wir würden es nun nur noch schlimmer machen. Also erstmal zwei Liter Bier geholt, 5 Meter von einander entfernt auf den Boden gesessen und Frisbee werfen geübt…

6 Kommentare & Pingbacks

  1. Pingback: Besucher & Einnahmen | Zahlen vom Juli | Sumits Blog

  2. es war ein super mittag – wir sind wirklich richtig kreativ gewesen^^

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  3. Yeah, geile Geschichte! War schon beim Lesen lustig. Da wär ich gern dabei gewesen! HAHA

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  4. Falls das öffter passiert könnte man die Nachbarskatze dazu abrichten den Frisbee vom Baum zu holen. :) Eine große Steinschleuder macht auch viiiiiiel Spaß.

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