04/03 +1 Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden
Was muss jeder Junge auf dem steinigen Weg zum Mann werden einmal gemacht haben? Neben “nur mit nem Kondom Messer bewaffnet in der Wildnis überleben“, “sich seiner größten Angst stellen” und nem Puffbesuch NATÜRLICH ein eigenes Konto anlegen! Wie vermutlich die meißten faulen Säcke in meinem Alter habe ich noch das gute alte Sparkassenkonto von Mami auf dem dank Dauerauftrag, Spontanverprassung, Einzugsverfahren und Mal-hier-Mal-da-Jobs das absolute Chaos herrscht. “Also“, dachte ich mir, “machste mal dem Postmensch der dich immer nervt ne Freude“.
Am Schalter der Stuttgarter Post angekommen wird mir auf meinen üblichen Satz “Salli, würd gern ä Brief wägschigge” der übliche Satz des Postbeamten angeworfen: “und danach ein Postbank Konto eröffnen“. Im Gegensatz zu den andren 500 Malen sage ich diesmal “Genau das möchte ich“. Er schaut mich an wie ein Auto und ich bestätige unaufgefordert noch einmal. Ich scheine der einzige Mensch EVER zu sein der darauf mal mit “ja” antwortet. Nachdem wir bissle Papierkram erledigt haben, dank mir die Gedult der Warteschlange den kritischen Punkt erreicht und mir der Typ vor lauter Freude am liebsten n Schmatzer aufdrücken würde verlasse ich Siegreich die Postfiliale: “Ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Mann, ein großer Schritt für mich!“. Wie groß erfahre ich zwei Wochen später…

Gestern kam die frohlockende Nachricht dass mein neues Konto eingerichtet ist um das Chaos des Alten zu beseitigen. Für diese kleine Nachricht scheinen die aber nen halben Regenwald niedergemetzelt zu haben. 11 normale und zwei große Briefe + n ganz ganz großer Haufen Lektüre aus dem man LOCKER n Kilo Schlaftabletten machen könnte. Damit sage ich “Danke Postbank” für einen vollen Mülleimer, n Haufen Bäume weniger, ne verschwendete Stunde und natürlich ein neues Konto. Damit wird sicherlich alles besser…
Am 04.03.2010 in Sumit-Online.de, Sumitismus veröffentlicht. Bisher Kommentar schreiben

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