12/07 Windows Starter Edition
Laut Microsoft soll noch dieses Jahr Windows 7 erscheinen. Die Betaversionen lassen viel versprechen. Schnell, Stabil und Vista haushoch überlegen. Da freu isch misch druf – worauf ich mich nicht freue, ist MS’ bescheuerte Produkteteilung und deren Preise. Auf der US-Seite von MS hat der General-Manager der Windows-Abteilung die Produkte folgendermaßen genannt: Windows 7 Starter Edition, Home Basic, Home Premium, Professional, Enterprise und Ultimate.
Sechs Versionen für den selben Shit mit hier und da paar Featureänderungen. Aber der oberknaller kommt noch.
Die Starter Edition ist eine Miniversion für Netbooks oder so aber jetzt passt mal auf was für Besonderheiten die hat. Sie ist nicht Netzwerkfähig und man kann nur drei Programme gleichzeitig geöffnet haben. Wie lächerlich istn das? Ein Netbook ohne Netzwerk (= kein Internet) ist sinnfrei und kann inne Tonne gekloppt werden. Und wenn ich damit im Netz wäre, also ein Browser geöffnet ist, nebenher noch Word und Outlook kann ich kein einziges Bild mehr anschauen oder ne PDF Datei lesen oder sonst irgendwas andres machen da man nur drei Programme gleichzeitig offen haben darf. Und der Gipfel ist, dass die Retail-Version der Starter Edition 200 Bugs kosten soll.
Wer sich jetzt ungläubig an Kopf fasst, denn kann ich beruhigen – und danach direkt nochmal schocken:
Anfang Juni hat MS bestätigt, dass in Windows 7 die Starter Edition nicht mehr die Beschränkung der drei Programme hat und auch das Netzwerk solle funktionieren. Dafür fallen aber eine ganze Reihe anderer Funktionen weg wie z.B. das Media Center, Oberflächeneffekte und Multimonitoring (was total behindert ist).
Auch von früheren Windows Versionen gab es Starter Editions die ich bis dato garnicht kannte. Und warum nicht? Weil die hier garnicht angeboten werden. Achtung Supergau:
Die früheren Starter Editions (die verdammt billig sind) wurden nur in dritte Welt- und Schwellenländern angeboten. Sie sollten laut MS Windows-Kopien und Linux verdrängen. Ein indischer Computerhersteller hat 2005 Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, in der gezeigt wird wie die Windows XP Starter Edition die Installation bei den Prozessortypen Intel Pentium 4 und AMD Athlon verweigert. Bei Intel Celeron oder AMD Duron Chips lief die Installation reibungslos. Grund dafür ist, dass die XP Starter die Prozessor (CPU) ID prüft. Handelt es sich um einen leistungsfähigen Prozessor wird die Installation gestoppt. Nach Microsofts Ansicht, können sich besitzer eines leistungsfähigen Computers auch eine teure Windows Version leisten. Was soll man dazu noch sagen…
Es ist einfach zum Kotzen dass es keine Alternative zu Windows gibt. Auf Mac läuft nicht alles und für Linux muss man vorher n Studium abschließen :O
Auf meinem neuen PC wird vermutlich das gute alte XP draufgehauen bis Windows 7 Home Premium raus und bezahlbar ist. XP ist im moment einfach stabil und schnell im Gegensatz zu Vista.
Man man man…
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