30/01 Illegal runterladen – wer machts nicht?

Angefangen hat alles mit Napster. Napster war das erste Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) in dem öffentlich übers Internet Musik in dem damals ganz neuen Format “mp3″ getauscht wurde.


Napster ist deßhalb auch die am schnellsten verbreitete Software allerzeiten. Als sich das rumsprach (zuerst in den Unis der USA) haben hunderttausende User das Programm gezogen und Musik getauscht. Bis die Plattenfirmen an die Tür klopften. Urheberrechtsverletzung! Filter einbauen usw. Mittlerweile ist Napster kein P2P Netzwerk mehr. Doch es gibt hunderte andere. Die in Deutschland wohl Bekanntesten sind eMule, Kazaa, eDonkey, Limewire und Bearshare. Alle in vielen verschiedenen Versionen.

Natürlich macht man sich mit dem Runterladen und vor allem Anbieten von geschützter Musik strafbar, jedoch sollte man nicht danach fragen wer den Musik runterlädt. Sondern eher wer es nicht tut!

[note]

Interessante Info #1

Das benutzen von P2P-Clients (also E-Mule & Co.) ist nicht strabar. Das Anbieten und Runterladen von Musik von rechtlich geschützten Künstlern ist strafbar.

[/note]

Menschen die ansich keine Ahnung vom Internet haben, wissen wie man sich illegal Musik aus dem Internet beschafft. Doch die Musikindustrie läuft Sturm dagegen. In Deutschland gibt es eine Firma die auf die Jagd nach “Saugern” geht. Mit rund 100 Mitarbeitern durchkämen sie die P2P Netzwerke, notieren sich IP’s und erstatten Anzeige. Im Schnitt wird eine Unterlassungsforderung und Bußgeld / Schadensersatz in Höhe von 4000€ berechnet. Doch wer wird erwischt? Meißt wird gegen die “dicken Fische” angegangen. D.h. Anbieter, Extrem-Sauger und Seitenbetreiber. Doch es geht auch anders

Vor einiger Zeit kam eine mir nahestehende Person  zu mir, und wollte anstatt mit eMule, mit Bearshare runterladen. Ich informierte mich ein wenig und widersprach gänzlich der Nutzung von Bearshare. Ich wusste z.B. das Verahnder “gefakte” Filesharing-Server aufsetzen. Jeder User der von diesem Server runterlädt, wird aufgezeichnet (geloggt) und anschließend angezeigt (je nach “Größe des Verbrechens”). Mein Verdacht bestätigte sich nach nur zwei Monaten. Vier Freunde der Person waren Bearshare-Nutzer und wurden abgemahnt (zur Abmahnung siehe weiter unten). Bei Kazaa, Napster und Limewire waren die Betreiber dran. Doch das hält sowas natürlich nicht auf. Der nächste Client folgt prombt.

[note]

Interessante Info #2

Rapidshare und das Torrent-Netzwerk zählen zu den anonymsten Download-Möglichkeiten für den Nutzer.

[/note]

Anders sieht es jedoch bei Torrents und Rapdishare aus. Diese werden vorallem für Serien und Filme genutzt. Jedoch setzt die Filmindustrie eher auf Prävention als auf Verfolgung. Das im Kino nicht mitgeschnitten wird usw. Doch die Filme werden dann einfach im Ausland (zur Zeit meißt Russland) aufgenommen und mit der deutschen Tonspur versehen. Manchmal gibts die Filme sogar vor dem deutschen Kinostart zum runterladen. Bei Torrents kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Verahnder vorwiegend auf Serverbetreiber losgehen die sich darauf ins Ausland verziehen. Rapidshare ist meines Erachtens nach zu 99% sicher. Ich kenne keinen Fall in dem ein Rapidshare-User angezeigt/verurteilt wurde.

[note]

Interessante Info #3

Abgemahnte Nutzer sollten der Mahnung widersprechen! Nicht jedoch auf die Forderung eingehen.

[/note]

Kanzleien gehen nur sehr begrenzt gegen P2P-Nutzer vor. Nämlich (meißt) nur gegen diese, bei denen der Verdacht auf kommerziellen Hintergrund besteht. Das heißt die verticken dann die Musik. In den letzten Jahren entwickelte sich aufgrund dessen ein regelrechter Abmahnwahn in Deutschland. Nicht nur im Bereich Filesharing. Denn die Kanzleien können Zivilrechtlich gesehen einfach eine Abmahnung verschicken in der Geld verlangt wird (mehr zum Thema Abmahnungen bald in einem Extra-Artikel).

Ich persönlich kannte sogar zwei Polizisten, die privat Musik saugten, jedoch auf der Arbeit gegen die bösen Sauger vorgingen.

Ich finde diese Vorgehensweise totaler Blödsinn. Früher wurde Musik auf Band mitgeschnitten im Radio. Mittlerweile geht das schneller und besser.

Musik-Sauger sind keine Verbrecher. Sondern Fans!

Die Künstler verdienen meiner Meinung nach noch genug mit Konzerten usw. Und darauf sollten sie sich auch fokussieren. Und Ihre Alben / Songs einfach zum Schleuderpreis verscherbeln. Eine bekannte deutsche Pop-Rock-Band bot mal einen Ihrer neu erschienen Songs kostenlos zum DL an. Ein gutes Beispiel. Außerdem haben P2P-Netzwerke im Bereich Musik schon ausgedient. Wers clever macht, wandelt auf Youtube die Videos in mp3′s um. Siehe hier

Bei Filmen sieht die Sache schon anders aus. Filmeliebhaber gehn ganz klar ins Kino. Einfach ein besseres Erlebnis und vorallem 100%ig gute Qualität :-) Doch wer hat heutzutage keine Filme auf seinem Rechner? Unzählige Torrentseiten und Rapidshare-Links tummeln sich im Netz, sodass es sehr einfach ist an Filme zu kommen. Im Gegensatz zur Musikindustrie, bin ich aber der Meinung das die Filmindustrie auf jeden Fall unterstützt werden muss. Diese benötigt nämlich das Geld um gute Filme zu produzieren. Die Musikindustrie will nur Kohle machen. Die nerven…

[note]

Interessante Info #4

Nach einem Sauger wird erst geahndet, wenn er einen bestimmten Wert heruntergeladener Songs pro Woche / Monat überschreitet. Meines Wissens nach: 100/Woche.

[/note]

Nützliche Links dazu:

Eins

Zwei

Drei

Für die gemeinen Anwälte und die Internetpolizei (haha):

Ich, Sumit Kumar, gebe (wie im Impressum erwähnt) keine Garantie für Vollständigkeit oder Richtigkeit meiner Aussagen in diesem oder anderen Artikeln. Desweiteren soll dieser Artikel kein Schuldeingeständnis im Bezug auf Filesharing oder sonstigen illegalen Handlungen in diesem Bereich sein. Loast mi zufriedn!

    • Juri
    • 30. Jan. 2009

    ja stimmt auf jeden fall, jeder saugt natürlich, sogar unser abteilungsleiter hat mir neulich das mit rapidshare erklärt. ; )
    ich benutze utorrent, und bin mir ziemlich sicher nicht erwischt zu werden, jedoch mit emule, limewire und co. würde ich nicht laden, ein bekannter wurde auch erwischt, das ist einfach zu riskant.

    zum musik-download:
    da immer mehr illegal runtergeladen wird, ist mit dem plattenverkauf nicht mehr so viel geld zu machen und evtl. gibt es dann in zukunft wieder mehr musiker die einfach nur musik machen weil es eben ihr verlangen ist oder sie eine begabung dafür haben und nicht um unglaublich reich zu werden und dann wahrscheinlich sogar noch gecastet sind, bähh!

    jedoch würde ich, wenn ich nicht so ein schmales azubi-gehalt bekommen würde, auch gute künstler die noch nicht so erfolgreich oder bekannt sind durch einen cd-kauf unterstützen.

    filme im kino:
    richtig gute filme, vor allem die mit spezial-effekten, kommen im kino einfach tausend mal besser. wenn bei “herr der ringe” die über-armee, auf einem 15″ monitor unterstützt durch sound aus 2 billig-boxen von aldi, auf die gegnerische front zurennt kommt das lang nich so gut wie im kino mit riesenleinwand, dolby digital und tortilla chips mit dip!

    AntwortenAntworten
    • Juri
    • 17. Apr. 2009

    news! news! news!

    die betreiber von “the pirate bay”, einer Internet-Tauschbörsen-Website, hats erwischt! ein schwedisches gericht hat sie zu einer haftstrafe und schadensersatz im mio. bereich verurteilt. gegen das urteil wollen die betreiber in die berufung gehen.

    aber seht selbst:
    http://www.n24.de/news/newsitem_4983003.html

    AntwortenAntworten
  1. ich hab den ganzen tag nur gehoert das geklagt wurde, nicht dass sie bereits verurteilt wurden. Aber dennoch… sie gehen gegen betreiber/anbieter vor, nicht gegen benutzer.

    AntwortenAntworten
    • Aalfo
    • 25. Nov. 2009

    http://ulozto.net/

    AntwortenAntworten
    • Sumit
    • 26. Nov. 2009

    spammer…

    AntwortenAntworten
  1. Noch keine TrackBacks.