25/09 Die Wohnungssuche

Nachdem ich den Studienplatz für Technologiemanagement an der Uni-Stuttgart bekommen habe wurde es Zeit mir eine Bleibe für die nächsten Jahre zu suchen.

Über diverse Internetportale habe ich insgesamt 10 Besichtigungstermine ausmachen können. An einem Dienstag kam ich in Stuttgart an wo ich eine Woche bei Heiner gewohnt habe um die Besichtigungen zu machen. Gleich am Mittwoch hatte ich vier Besichtigungen:

1. Die Verbindung
Ihr kommt zu einem großen schönen Haus. Pool vornedran. Großer Garten. Ihr werden herein gebeten und man erklärt euch welche Vorteile es hat in diesem Haus zu leben:

  • Partykeller
  • Ballsaal
  • Putzfrau
  • Gärtner
  • Riesen Küche
  • RIESEN HAUS
  • Pool
  • Fitnessraum
  • 3 Klaviere
  • Extrem gute Connections zu Ingenieuren
  • voll ausgestattete Arbeitsräume für Ingenieure
  • Billiardtisch
  • Pokerstammtisch
  • Kicker
  • Hauseigene Bar
  • 2 Küchen die größer sind als unsre Wohnung
  • 4 Stockwerke vollgepackt mit Luxus

Für 150€ im Monat. Wer würde sowas abschlagen? Ich! Ich war so kurz davor da hin zu gehen und der Verbindung beizutreten der dieses Haus gehört. Heiner und Ich haben aber vorher noch im Internet über die Verbindung recherchiert. Pflichschlagend und Farbentragend sind zwei Wörter die ein paar von euch vielleicht kennen werden. Ich muss fechten, ich muss an deren Stammtisch mitmachen und deren bescheuerten Uniformen anziehen. Und natürlich die Philosophie der Verbindung übernehmen.

Vergiss es… so nen Hut zieh ich nicht an.

2. Wohnung
Hat keiner aufgemacht und Termin wurde daraufhin verschoben

3. Wohnung
Stuttgart – Bad Canstatt. Ghetto. Als ich reinkam stank der komplette Flur nach Gras. Meine “Mitbewohner” haben Ihre Zimmertür direkt vor meiner Nase zugemacht. Die die Ihre Zimmertür offen liesen und bei denen ich mich vorstellen konnten hatten wohl noch nie das Vergnügen das sich jemand bei Ihnen vorstellt. Ein Händedruck so fest wie Pudding und ein Gesichtsausdruck wie ein Lastwagen.
Dadrin hausten glaub ich 4 Türken und 3 Deutsche.
Die Wohnung war übelst abgefucked. Man musste pumpen damit Wasser aus der Dusche kam und naja… sah aus als ob sie gleich zusammenfliegt. Außerdem hätte ich ne Panzertür bei mir anbringen müssen weil meine Mitbewohner nicht sehr vertrauenswürdig rüberkamen. Achja und es dröhnte türkische / orientalische Musik durch das Haus.
Nach 5 Minuten wusste ich – nix is!

4. Wohnung
Nach der Beschreibung im Internet war das mein Favourit. Stuttgart-Mitte 4er-WG. Hier angekommen begrüßte ich als erstes die falsche Person. Ein Typ der grad am gehen war und sich die Wohnung vor mir angesehen hat. Quasi mein Konkurrent. Die Bewohner kamen sehr sympatisch rüber und wir hatten uns auch recht schnell verquatscht. Wir wurden dann aber von dem nächsten Besichtiger unterbrochen. Insgesamt gingen an diesem Mittwoch 12 Besichtiger in der Wohnung ein und aus und die Bewohner entschieden dann am Abend wen sie nehmen. Sie wollten – wie ich – eine WG in der keine Einsiedlerkrebse wohnen sondern ein gemeinsames Leben stattfindet. Jedenfalls wurde ich dann so um 21 Uhr Abends von meinen neuen Mitbewohnern angerufen – juhuu.

Jetzt hause ich in 23 schönen m² mit Balkon in Stuttgart Mitte. Hab lässige Mitbewohner und nette Nachbarn.

Nur mein Zimmer ist noch nicht vollständig eingerichtet. Aber das kommt… das kommt…

    • Heiner
    • 27. Sep. 2009

    ist echt mal gut, was du da bekommen hast – und die WG mit all ihren bewohnern ist der hammer – hast was gutes gefunden! freu mich auf jeden morgen, mittag oder auch abend, den ich bei dir verbringen werde!

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